Turnfahrt-Reisli mit Bianca am 08./09. September 2018

Dabei waren:

Dani, Kuse, Michel, Patrick S., Patrick B., Calvin, Christoph, Fabian, Nathalie, Meli, Daniela, Angi, Miriam, Celine, Bianca

Leider verspätete sich die Reiseleiterin Bianca um wenige Minuten nach 07.00 Uhr. Was heisst schon „leider“? Bereits standen die Turner mit einem Zmorge-Bier in der Hand da und die Reiseleitung erhielt auch noch eines – Danke! Als Entschuldigung für die Verspätung darf kurz angebracht werden, dass die Reiseleitung ab ca. 05.45 Uhr über die Ereignisse der Nacht informiert wurde. Ein Turner wurde in der Nacht unglücklicherweise von der Magendarmgrippe überrascht und ein zweiter Turner überraschte die Turnfahrt und so landete der zweite Turner hinter der Schulbank. Auf die Nutzung und Zweckmässigkeit einer Agenda wird hiermit nochmals hingewiesen. :-)

Nach dem Appell wurde nur noch ein Turner vermisst: Calvin. Dieser erschien just in diesem Moment, wo sein Name fiel. Nachdem geregelt wurde, wer auf wen am Wochenende aufpasst, fuhr auch schon der Zug um 7.28 Uhr Richtung Aarau ein. Trotz Start-Bier oder vielleicht gerade wegen dem Start-Bier kamen die Gipfeli und der Kaffee im Nu weg.

Nach Umsteigen in Aarau und Olten, kamen wir in Biel an. Geht es wohl nach Magglingen? Die Turnergemeinschaft rätselte. Meli fasste den Auftrag Bus 1 zu erwischen und ihn für uns zu stoppen. Sie sprintete los und lotste uns zum richtigen Terminal. An der Falkenstrasse verliessen wir den Bus und das Geheimnis um den ersten Event wurde gelüftet: wir gehen Fechten!

Aufgrund eines Qualiturnieres war die Halle bereits besetzt und unser Event bzw die Fechtbahnen wurden nach draussen an die frische Luft verlegt. Unser Maítre, Flurin Gächter, begrüsste uns. Outdoor-Fechten hat er bisher auch noch nie durchgeführt und die Turnierteilnehmer in der warmen Halle beäugten neidisch unsere Outdoor-Bahnen. Das Lüftli draussen tat uns gut. Flurin, selbst einmal ein erfolgreicher Fechter im U17/U19-Team, führte uns zwei Stunden in diese Sportart ein.

Nach dem jeder von uns Maske, Fechtjacke, Kabel, Fechtschuh und abhängig vom Geschlecht den „optimistischen“ Brustschutz anhatte, schnappten wir uns eine Florette. Florette, Degen und Säbel heissen die Disziplinen. Die Schweiz hat sich auf Florette und Degen spezialisiert. Nach Einführung der Basics wie en garde (Fechtstellung im Ausfallschritt), Ausfall, vorwärts, rückwärts wurde das Ganze mit dem „Maître sagt“-Spiel abgerundet. Als wir die Techniken Cavation, Flinte und Parade 1-5 geübt hatten, durften wir die Florette mit dem Degen tauschen. Ab da hiess es: En Garde – prets – allez!

1 gegen 1 wurde gegen einander gefochten. Immer mal wieder war ein anderer Schiri. Es wurde geschwitzt, verteidigt und gestochen. Im spannenden Final siegte schlussendlich Angi gegen Christoph 5 zu 3. Gratulation!

Ausgepowert aber glücklich machten wir uns auf den Weg nach Sutz. Auf dem Weg stärkten wir uns mit einem Fischertröpli aus Michels‘ Weinkeller. Mirko und Willy, die fleissigen Helferlein der Reiseleitung, erwarteten uns auf dem Camping Sutz mit Würsten und Salaten. Nach einer langen Rast ging es mit dem Zügli auf nach Hagneck. Ein Schluck aus Angis-Zauberschrank genügte und wir waren alle wieder wach. Oder?! Beim Wasserkraftwerk Hagneck begrüsste uns Cédric unser Gruppenführer. Dieser lud zuerst zu Kaffee und Getränken ein, bevor wir einem 30 minütigem Vortrag zu hörten. Einige Turner mussten mit verschiedensten Techniken wachgehalten werden. Ein Absinken des Kopfes konnte bei mehreren Turnern nicht ganz vermieden werden :-), was nicht auf den Vortrag sondern mehr auf die Siestazeit zurück zu führen war.

Nach Fischertreppe, Magerwiese, totem Bieber, toten Fischen und Ameisentreppe verabschiedeten wir uns nach 1.5 Stunden. Auf dem Camping Sutz genossen wir die Dusche. Einige etwas kürzer und andere etwas länger. Im Rest. Bel Lago trafen wir wieder aufeinander, assen Pommes frites und tranken Bier. Nach einem 20-minütigem Fussmarsch trafen wir im Rest. Seepintli ein. Das Menu bestehend aus gemischtem Salat, Rahmschnitzel mit Nüdeli (nein keine Kroketten, gäll Angi J), Schoggichüechli mit Vanilleglacé und Beeren machte uns glücklich uns satt. Dank der grosszügigen Spende bzw Bereitstellung des gesamten Frühstücks durch Gänse konnte die Reiseleitung mit dem zusätzlichen Geld die Getränke bezahlen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Gänse!

Ein Schlumi-Bier war die richtige Entscheidung und so liefen wir zurück zum Camping. Das Fechten ging in die Knochen bzw in die Muskeln und um 24.00 Uhr war Feierabend und jeder in seinem Schlafsack.

Am Sonntag ab 07.30 Uhr konnte man das reichhaltige Frühstücksbuffet geniessen. Etwas im Magen zu haben machte Sinn, da heute unser Wandertag bevorstand. Von Sutz reisten wir via Biel nach Twann. Dort genossen wir den Seeblick und fotoschuuteten. Nach kurzem Geplänkel ging es ab Richtung Twannbachschlucht. Leider hatte die Reiseleitung ein kurzes Orientierungstief. So war es ein glücklicher Zufall, dass Hans just in diesem Moment erschien. Hans brachte uns wieder auf Kurs und wir fanden den Einstieg in die Schlucht.

Die Schlucht, bekannt für ihre beeindruckenden Wassermassen, war beeindruckend leer. Auch zwei Gämschi waren auf Wassersuche. Das einzige Wasser, was wir sahen, war ein Mini-Wasserfall. Ansonsten herrschte tote Hose in der Schlucht, da aufgrund des trockenen Sommers das Wasser ausblieb. Auf dem Trockenen sassen wir jedoch nicht lange, da Willy und Mirko mit einem Apéro am Ende der Schlucht warteten. Nach 45-minütiger Pause machten wir uns auf die Zieletappe. In der Buvette in Prêles herrschte bereits reger Betrieb. Glücklicherweise klappte alles mit der Reservation und nach kurzer Wartezeit stand auch schon der gemischte Salat auf dem Tisch. Darauf folgte Rindsragout mit Härdöpfelstock. Da auch Edy uns unbedingt etwas spendieren wollte, mussten die Turner auch bei dieser Gelegenheit nicht das Portemonnaie zücken. Vielen Dank an Edy für die grosszügige Getränkespende – wir haben eins für und auf dich getrunken.

Mit dem Funi gings nach Ligerz und von da im flotten Marschtempo ab Richtung Twann. Kurz vor dem Twanner-Bahnhof chillten wir für eine gute Stunde auf der frei zugänglichen Badewiese. Den Stopp nutzten wir für eine Abkühlung im Bielersee, für Stunts auf dem Floss und dösen auf dem Tüechli. Kurz vor 15.00 Uhr stärkten wir uns mit Glacé bevor wir den Zug von Twann nach Biel bestiegen. In Biel ging es dann zügig weiter via Olten und Aarau nach Mägenwil. Um 17.30 Uhr kam die ganze Reisegruppe in Mägenwil an. Mirko stand bereits parat und die Turner mussten sich nur noch ihre Turntaschen schnappen. Intensiv und schön waren diese zwei Tage. Es hat mega Spass gemacht und „eifach gfägt“ mit euch!

Eure Reiseleitung

Bianca

PS: Übrigens ich kenne keinen Hans von Ligerz :-)

Ein paar fotodokumentarische Eindrücke findest du in der Fotogallery.

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