Ta tüü ta daaa die Turnfahrt ist wiedermal da!
Das Jahr ist die Turnfahrt unter dem Kommando von Angi und Dani, wobei man neben wanderfähigen Schuhen auch noch viel Motivation und Durchhaltewillen vorweisen musste. Denn unsere Reise startete klassisch am Samstagmorgen, um 0710 am Mägenwiler Bahnhof. Fast alle pünktlich mit nur zwei minütiger Verspätung unseres OT’s konnte die Reise nun beginnen. Nachdem alle durch einen Sprint beim Gleiswechsel durch den Lenzburger Bahnhof wachgerüttelt wurden, war nun auch der Allerletzte endlich frisch und munter für das Programm.

Die ahnungslosen Mitstreiter fanden sich dann in Sursee wieder, wo sie herzlich empfangen wurden. Uns wurde dann mitgeteilt, dass in Sursee ein schlimmer Bankraub stattgefunden hat und unter allen qualifizierten und erfahrenen Polizisten, haben sie dann doch lieber uns ausgewählt, um dieses Rätsel zu lösen. So schnell befanden wir uns mitten in einer Schnitzeljagd und wurden vor diverse Hindernisse gestellt. Von Schlössern knacken, Strassenpenner befragen bis hin zu mysteriösen Telefonnummern anrufen, war alles dabei. Besonders Bianca kam auf ihre Kosten und stellte ihr Talent von fremden Männern bequatscht zu werden, auf die Probe. Wir lösten alle Fragen in einem Eil Tempo, doch schlussendlich brauchten wir kurz vor der Ziellinie, dann doch zuerst eine Kaffeepause. Das Rätsel konnten wir selbstverständlich lösen, auch wenn uns der Geldkoffer doch wieder abgenommen wurde.
Aber das war erst der Anfang der Reise… Weiter mit dem Zug ging es dann in Richtung Schweizer Berge. Immer noch im Schnitzeljagd Fieber stellte wir uns bereits der nächsten Herausforderung und zwar das Bahnhof WC zu finden. Wie es aussieht kann man «auf der anderen Seite der Bushaltestelle» auf diverse Arten verstehen.
Nun folgte ein drei stündiger Kampf Richtung grosser Mythen.
Die erste Etappe vom Bahnhof bis zum Fuss des Berges sind gefolgt von viel Schweiss, brennendem Sonnenschein und der Grundregel, dass der Hang mindestens 45° geneigt ist. Auf dem Weg haben wir noch Bekanntschaft mit einem Einheimischen dessen versierten Fotokenntnisse dazu führten, dass zumindest 6 von 7 von uns digital verewigt wurden. Mit unglaublichem Charme und selbst mit einem blutenden Handgelenk schoss er ein Foto für die Ewigkeit.
Die zweite Etappe wurde geprägt von tollen Geschichten über Blutegel und Mutterkühen, welche noch untermalen wurden mit motivierenden Aussagen der Organisatorin. Sie motiviert uns mit bewegenden Ausdrücken wie «Wänn chunnt da endli mol Schatte» oder «Leck da esch nah mega wiit weg» bis hin zu «Esch das eusi Hütte dete?». Aus Perspektive einer Mitreisenden kann ich bestätigen, dass es nicht vertrauensfördernd ist, wenn die Organisatorin die Hütte nicht erkennt, aber das wurde durch die Qualität der Unterkunft wieder wettgemacht. Durch ein Bierchen gestärkt und viel Gequasel der Servierdüse der Beiz machten wir uns auf den Weg zur Unterkunft. So fanden wir uns in einer romantischen Skihütte wieder, wobei wir das 8er Massenschlag erobern konnten. Da Wasser ein kostbares Gut ist, konnten wir uns lediglich durch eine klassische Katzenwäsche erfrischen. Wieder sauber und frisch haben wir dann herrlich gespeist und uns über alte Turnfahrtgeschichten erfreut.
Gegen Ende des Abends haben wir nach Verlassen des anderen Vereins tapfer die Stellung in der Hütte gehalten.
Am Sonntag durch das Frühstück gestärkt, nahmen die tapfersten Krieger den Kampf mit der dritten Etappe auf und zwar der Spitz des grossen Mythen. Auf dem steinigen Weg trafen wir noch neue ein paar Gämse, welche uns freundlich am Anfang der Tortur begrüssten. Zumindest ich hatte definitiv viele Schweissperlen auf dem Gipfel zu verzeichnen. Nach einer Stunde angekommen, belohnten wir uns mit Mandelgipfel, wovon auch die einheimischen Dohlen grosse Begeisterung zeigten. Währenddessen die anderen Krieger sich mit Vermicelles die Zeit vertrieben bis wir wieder zurückkamen. Danach ging es die Reise weiter Richtung abstieg. Natürlich kannten unsere Organisatoren den Weg bis ins kleinste Detail, wobei uns nicht nur Abwechslung in Form eines holprigen Wegs quer über eine Kuhweide geboten wurde, sondern auch ein Sprint zu der Bushaltestelle, obwohl der Bus doch eine Stunde auf sich warten liess. Kein Problem für uns Jasskönige, welche die Stunde ihre Jasskünste verfeinerten.

Im letzten Schritt fuhren wir mit dem Zug nach Luzern, welche an unseren Kräften zerrten nicht im Zug einzuschlafen. Doch all das war es Wert, denn in Luzern wartete bereits eine tolle Überraschung auf uns. Denn unsere Organisatoren haben uns ein einmaliges Grillplausch organisiert direkt am Luzernersee. Gestärkt durch Bier und Fleisch konnten wir die Zeit am See geniessen. Dabei konnten wir unglaubliche Szenen beobachten wie ein Zebra die Grossmannschaft von Gänsen fütterte.
Zum Abschluss brachten wir unser Wissen im Verkehrshaus wieder auf den neusten Stand. Mit viel Fantasie planten wir bereits den Diebstahl des roten Blitzes aus dem Verkehrshaus. Die Aufgaben und Namen wurden alle verteilt für das letzte Projekt, jedoch waren wir so fasziniert von den vielen Fortbewegungsmittel, dass wir gar keine Zeit mehr hatten, die Tat durchzuziehen.
Völlig erschöpft machte unsere kleine Gruppe sich auf den Weg zurück in den Alltag.
Vielen Dank Angi und Dani fürs Organisieren dieses einmaligen Turnfahrt!

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